Markenstrategie: Trotz Tagesgeschäft die langfristigen Ziele fokussieren

Die Aufträge laufen, alle Mitarbeiter sind gut ausgelastet und am Konto ist alles im grünen Bereich. Also lässt du alles weiterlaufen, richtig? Ein bei Heavystudios kürzlich abgeschlossener Fall zeigt das Gegenteil. Warum man sein Unternehmen als Marke dennoch im Fokus behalten muss, liegt an der schnellen „Schubladierung“ durch den Kunden.

Es muss nicht immer gleich Feuer am Dach sein und schon gar nicht von einer Krise gesprochen werden. Denn bevor externe Berater beginnen das Unternehmen samt Prozesse zu analysieren, ist es doch einfacher in den laufenden Projektgeschäften den strategischen Überbau im Kopf zu haben und diesen in „homöopathischen Dosen“ Tag für Tag umzusetzen. Klingt bis hierher alles simpel, ja? Deshalb ist es noch lange nicht einfach.

Positionierung #1: Zu wissen wo man steht

Das Wichtigste bei der Bestandsaufnahme ist die Pro-Aktivität. Lässt du das Tagesgeschäft emsig und kundenfreundlich wie immer abwickeln oder betrachtest du das Projektgeschäft auch aktiv aus der Metaebene? Denn hier gäbe es schon eine schöne Matrix zu befüllen: Mit welchem exakten Bedürfnis (oder Problem) kam der Kunde auf dich zu? Durch welche Umstände er von dir erfahren? Was war der Auslöser zum Kaufabschluss? Wie ist sein Verhalten während der Projektabwicklung? Auffällige Mehrfachnennungen geben ein erstes klares Bild ab.

„Man erkennt sehr schnell, wieviel das alles mit Verhalten zu tun hat.“

Passen diese sich wiederholenden Verhaltensweisen – wohlgemerkt auf Auftraggeber wie -nehmerseite – mit den Zielen in der Unternehmenskommunikation zusammen? Es ist äußerst wichtig weil alle Zuständigen in einem unangestrengten Energiefeld miteinander arbeiten wollen.

POSITIONIERUNG #2: ZU WISSEN WOhin man mit welchen Kundengruppen hinwill

Für mich hat Positionierung wenig mit einem fixen Standpunkt zu tun. Vielmehr geht es um die Beobachtung einer gewollten Entwicklung: Wie veränderst du dich mit deinen Kunden in den Geschäftsprozessen und wie weit entstehen dadurch Umstände, die von außen getrieben oder von innen verursacht wurden?

„Was ideale Kunden sind, erkennt man an der ergiebigen weil äußerst spontanen Beschreibung.“

Frage dich permanent, wohin dieses Projektgeschäft (noch) führen könnte. Bei welchen Kundengruppen bist du mittlerweile wodurch beliebt und bekannt? Dann sollte es einfach sein, die Beschreibung der idealen Kunden wie eine Blaupause darüber zu legen.

Markencode_Positionierung_Heavystudios-Werbeagentur
Auf der Matrix des Markencode lassen sich Szenarien zwischen dem Unternehmen und deren Kunden präzise formulieren.

Langfristigkeit und Permanenz sind Schlüsselfaktoren

Kunden beginnen wahnsinnig schnell dein Service, deine Preisgestaltung und dein Verhalten, das du an Tag legst, zu schubladieren. Das ist in Ordnung! Das liegt in unserer Natur. Wenn sich hier jetzt ein unangenehmer Leerraum zwischen Ist und Soll in deiner Positionierung aufgetan haben soll, gilt es langfristig zu denken – 5 Jahre zirka! Ich pflege gerne zu sagen „Slowly to the Village“: Welche 2 oder 3 Top-Qualitäten deiner Marke müssen kaufentscheidend bleiben?

„Eine auffällige Kampagne zu designen, die nicht den Markenkern trifft, ist wie eine Seismographen-Nadel, die nur kurz ausschlägt.“ – Helmut Niessl

Träumen nicht nur erlaubt sondern sogar erwünscht

Eines der wichtigsten Bücher in meinem Leben war „Die 7 Wege der Effektivität“. Diese Frage von Autor Stephen R. Covey hat mich damals besonders geprägt: „Welche Tätigkeit, die du bis jetzt nicht ausführst aber eigentlich machen willst, würde aber einen extrem wertvollen Effekt in deinem (Geschäfts-) Leben darstellen?“ Für mich ist diese Frage nichts anderes als eine bessere weil handfeste Erklärung für Visionen: Welche Wunschkunden aus heutiger Sicht einen großen Impact auf dein Unternehmen haben würden.

FAZIT

Gerade bei heute schnell drehenden Märkten ist es entscheidend, wie und womit ich beim Kunden Vertrauen auslöse. Im nächsten Schritt hinterfrage ich genau die Touchpoints, wie es zum Kauf überhaupt gekommen ist. Interessenten, die „rein auf Empfehlung“ gekommen sind, gehören genauso hinterfragt, weil da sogar mehr Power deiner Positionierung abzulesen ist. Eine permanente selbstkritische Beobachtung des „Abstands“ zwischen Kunden und Wunschkunden wird zur Kompassnadel in deiner Markenstrategie.

www.heavystudios.at/markencode

WIE SIND DEINE ERFAHRUNGEN ZUM THEMA? ICH FREUE MICH AUF KOMMENTARE ZU DIESEM ARTIKEL ODER DU SCHREIBST MIR EINE PERSÖNLICHE NACHRICHT.

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