Ein Tag im Zeichen der Schönheit, die Dinge besser funktionieren lässt.

WU Wien

Dass unser allererster Betriebsausflug Ende März bei strahlendem Sonnenschein stattfand, war im Gegensatz zum akribisch geplanten Ablauf Monate zuvor, nicht vorhersehbar. Umso passender umrahmte das perfekte Wetter unser Motto, der Schönheit von Dingen besondere Aufmerksamkeit zu schenken: Willkommen in der WU Wien und bei der Beauty-Ausstellung im MAK.

Durch einen privaten Ausflug von Helmut auf den 2013 eröffneten Campus der WU Wien im 2. Bezirk und seiner ansteckenden Schilderung des Gesehenen, entstand die Idee für die erste Tageshälfte: Dieses beeindruckende Bauprojekt aus der Sicht der Architektur zu begreifen und wie es den Studierenden und dem wissenschaftlichen Fortschritt bestmöglich dienen kann. Durch den Campus geführt wurden wir von einer Architektin die für „Guiding Architects“, einem internationalen Netzwerk für Architekturführungen und Architekturreisen, arbeitet. Rund 2,5 Stunden lang gab es interessante Einblicke und Hintergrundinfos zu Raumgestaltung und Absichten der für den Bau des Campus beauftragten Architekturbüros.

Ein Highlight im Sinne von „Gebäude anders denken“ war zweifelsohne das "Library & Learning Center" vom Büro Zaha Hadid.
Ein Highlight im Sinne von „Gebäude anders denken“ war zweifelsohne das „Library & Learning Center“ vom Büro Zaha Hadid.

Out-Of-The-Box als Tagesprogramm

Die Konzepte der einzelnen Architekten aus Spanien, Großbritannien, Japan und Wien faszinierten durch ihre unterschiedliche Herangehensweise, wie man eine Stadt in der Stadt entstehen lassen kann. Vor allem auch mit dem Hintergrund, dass diese auf einer Fläche von 90.000 qm vielfältigste Funktionen erfüllen muss. Beim leckeren Mittagessen im „Das Campus“ ahnten wir noch nicht, dass die Verschmelzung von Schönheit und Funktionalität auch die zweite Tageshälfte dominieren werden würde.

Über den lauten Prater zur Stillen Beobachtung von Schönheit

Aufgrund der frühlingshaften Temperaturen steuerten wir den nächsten Programmpunkt per pedes an: Also einmal quer durch den Prater. Trotz der vielen bereits geöffneten Attraktionen, schafften wir es ohne abgelenkt zu werden bis zum Stubenring. Dort ließ das MAK den berühmten österreichischen Grafik-Designer Stefan Sagmeister gemeinsam mit Büropartnerin Jessica Walsh eine Ausstellung zum Thema „Schönheit“ kuratieren.

„Ich denke, es ist letztlich unmenschlich, nur Dinge für ihre Funktionalität zu sehen. Wir wollen, dass die Dinge mehr als das sind. Der Wunsch nach Schönheit ist etwas, das in uns ist, und es ist nicht trivial.“ – Stefan Sagmeister

 

Paradigmenwechsel? Schönheit = Funktionalität

Dass der Mann wegen seiner Designs auf Plattencovers unzähliger Bands weltbekannt ist, das wussten wir. Die Ausstellung machte aber nicht Design per se zum Thema sondern in welchem Kontext es zum Einsatz kommt. Und erstaunlich: Der persönliche Einsatz von gutem Design – oder noch weiter gegriffen: Dinge schöner werden zu lassen –  kommt immer einer besseren Funktionalität zugute. Die Ausstellung demonstrierte das unter anderem anhand besserer Orientierung in der Moskauer U-Bahn, sinkender Kriminalitätsrate in brasilianischen Armenvierteln und gesteigerten Gaumenfreuden aus schönem Geschirr. Einige Stationen ließen einem dies selbst erfahren.

FAZIT

Schon zur Halbzeit beim Mittagessen stand fest: das schreit nach einer Wiederholung. Wo wir uns die nächsten Inspirationen holen werden, ist noch offen. Ein kleines Andenken von unserem Architektur-Guide hat uns allerdings einen Floh ins Ohr gesetzt: Man sagt sich, dass Barcelona auch viel Schönes (in punkto Architektur) zu bieten hätte. Ob das auch wirklich so ist, könnte man eigentlich nur vor Ort feststellen. 😉 Hehre Ziele wurden also schon mal gesteckt.

www.architectural-tours.vienna

www.mak.at

WIE SIND IHRE ERFAHRUNGEN ZUM THEMA? ICH FREUE MICH AUF KOMMENTARE ZU DIESEM ARTIKEL ODER SIE SCHREIBEN MIR EINE PERSÖNLICHE NACHRICHT.

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